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Frank Schindowski
Heilpraktiker (Psychotherapie)

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Quelle: Thieme Pressesevice,Medizinische Woche 2002

Ernährungsbedingte Krankheiten nehmen zu
Schulung des Essverhaltens
wird immer wichtiger


Der Durchschnitts-Body-Mass-Index (BMI) der Deutschen liegt derzeit bei 27. Das ist deutlich über dem Ideal-BMI, der zwischen 18,5 und 24,9 liegt. Grund dafür ist das falsche Ernährungsverhalten bei einem großen Teil der Bevölkerung. Aber nicht nur Übergewicht ist die Folge davon. Auch die Häufigkeit von Erkrankungen, die von der Ernährung bedingt oder beeinflusst werden, nimmt weiter zu: So ist beispielsweise ein erhöhter Cholesterinspiegel in 90 Prozent der Fälle ernährungsbedingt. Daran leiden 36 Prozent der Deutschen. Mit dem Körpergewicht erhöht sich außerdem das Infarktrisiko. Die vorbeugende und therapeutische Diätberatung gewinnt deshalb immer mehr an Bedeutung.
Um flächendeckend eine Änderung des Essverhaltens bei Risikogruppen herbeizuführen, sollten Ärzte und Apotheker, Krankenschwestern, Diätassistentinnen und Ökotrophologen zunehmend in der Ernährungsberatung geschult sein. Denn die Vermittlung eines gesunden Essverhaltens verläuft meist mühsam und erfordert vom Therapeuten neben fachlicher Kompetenz auch Einfühlungsvermögen. Da die Patienten häufig auf automatisierte Verhaltensweisen zurückgreifen, müssen die Ernährungs-Berater immer wieder die eingeschliffenen Muster im Denken und Handeln ihrer Klienten durchbrechen.
Zur Unterstützung dieser Berater hat der Verein zur Förderung der gesunden Ernährung und Diätetik (VFED) das Fachbuch „Praxis der Diätetik und Ernährungsberatung“ (Hippokrates Verlag, Stuttgart. 2002) herausgegeben. Experten stellen darin die neuesten fachlichen Erkenntnisse vor. Neben besonderen Diät- und Kostformen bei verschiedenen Krankheitsbildern, Informationen zum Qualitätsmanagement in der Diätberatung und dem Diätangebot an Krankenhäusern führt das Buch auch in die praktische Ernährungsberatung ein.
„Der Mensch ist, was er isst“
So erfüllt die Ernährung des Menschen neben seiner biologischen auch psychosoziale Funktionen. ‚Genuss' und ‚Appetit' gehören ebenso zum Nahrungsbedürfnis wie ‚Hunger' und ‚Durst'. Iwer Diedrichsen, Diätspezialist von der Universität Hohenheim, stellt im Kapitel „Ernährungspsychologie“ Therapiekonzepte vor, mit denen ein ernährungsbewusster Lebensstil gefördert und gehalten werden kann. Wichtig ist seiner Meinung nach dabei, frühzeitig die Ernährungserziehung in Schulen zu beginnen, um Folgekrankheiten zu verhindern

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