|
Viele Menschen befinden sich heute in ungesunden Situationen und Lebensumständen. Hierfür gibt es eine Fülle von Ursachen. Mehrere Faktoren spielen zusammen. Eine chronische Missachtung grundlegende psychischer und physischer Bedürfnisse führt bei immer mehr Menschen zu Beschwerden und Störungen bis zu langfristigen Dauerschäden. Sie ist u. a. Ergebnis einer kulturell bedingten Fehlkonditionierung. Neben der psycho-somatischen Gesundheit spielt insbesondere das biologisch verankerte Grundbedürfnis des Menschen nach emotionaler Offenheit und körperlicher Nähe zu anderen Menschen eine entscheidende Rolle. Durch den erhöhten Stress in dem sich Familien unserer Leistungsgesellschaft befinden, erfahren vor allem die Kinder schon sehr früh einen Mangel an seelischer und körperlicher Zuwendung. Kinder interpretieren dies schnell dahingehend, nicht als liebenswert angenommen zu werden und reagieren mit Abwehrmechanismen auf ihre Umwelt, um diese schmerzlichen Gefühle zu verdrängen. Hieraus entsteht schon früh ein Teufelskreis aus negativen Denk-, Verhaltens- und Erlebensmustern, welcher die gesamte Persönlichkeit in ihrem Selbstwert erfasst und die Gefühlswelt nachhaltig beeinflusst. Die Betroffenen fühlen sich in ihren Mustern gefangen und tendieren bei schwerer Problematik, spätestens als Erwachsene, zur Ausbildung von psycho-somatischen Störungen. Ziel einer jeden Veränderung in der Psychotherapie ist daher die Wiederherstellung eines Zugangs zur eigenen Gefühlswelt, die Stärkung der emotionalen Bindungsfähigkeit sowie die Erweiterung der kognitiv-behavioralen Schemata meiner Klienten. Psychotherapie ist daher nicht nur bei der Behandlung psychischer und dadurch bedingter körperlicher Störungen wirksam, sondern auch zur Entwicklung, Stärkung und Erweiterung persönlicher Potentiale (auch prophylaktisch) hilfreich.
|